Zum Forum | Zum Archivmonat 02/2012

Re: Pumpe

Geschrieben von Diego am 12.02.2012, 21:06:12:

Hallo zusammen.

Wir haben die oben genannte Pumpe in unserer Heizungsanlage eingebaut.
Nach Aus-und Umbau wurde die Heizungsanlage erweitert. Seit vergangener Woche haben wir große Probleme, die Heizkörper warm zu bekommen.
Bei Vorlauftemperatur von 70 - 80 °C haben wir Rücklaufwerte zwischen 20 und max. 30°C.
Die Pumpe scheint in Ordnung zu sein. Sie läuft ruhig, keine aussergewöhnlichen Laufgeräusche.
Jetzt bin ich dringend auf der Suche nach einer stärkeren Pumpe.
Anmerkung: wir werden noch weitere Heizkörper anbinden - im nächsten Jahr. Deshalb sollte die Pumpe das auch noch abkönnen.

Schon jetzt vielen Dank für eurer Tipps.

Grüße und schönen Sonntag
Frank






Guten Tag Frank

Wurde bei Ihnen ein Hydraulischer Abgleich durchgeführt?dieser bringt mehr als mann erwartet keine neue Pumpe und energie wird nicht verschwendet.
Unter dem Hydraulischen Abgleich von Warmwasserheizungen versteht man Maßnahmen, die dazu führen, dass alle Räume gleichmäßig mit genau der gewünschten Wärmemenge versorgt werden. Je nachdem, ob ein Heizkörper bezogen auf den jeweiligen Raum eher groß dimensioniert ist oder eher klein, benötigt der Heizkörper bei gleicher Vorlauftemperatur einen größeren oder kleineren Volumenstrom. Dies wird beim hydraulischen Abgleich durch unterschiedliche Einstellungen an den Thermostatventilen der einzelnen Heizflächen berücksichtigt. Dazu werden heute standardmäßig sogenannte voreinstellbare Thermostatventile oder Thermostatventile mit angepasstem Durchflusskennwert (angepasste kV-Kegel) eingesetzt.
Der hydraulische Abgleich ist Voraussetzung für die Minimierung des Stromverbrauchs der Umwälzpumpe und der Kosten für Rohrnetz und Armaturen. Jeder Handwerker ist nach der Verdingungsordnung für Bauleistungen (VOB) Teil C verpflichtet Heizungsrohrnetze hydraulisch abzugleichen, ansonsten ist sein Werk unvollständig. Nur in hydraulisch abgeglichenen Anlagen können optimal (d. h. klein) dimensionierte Umwälzpumpen eingesetzt werden. In nicht hydraulisch abgeglichenen Anlagen, werden die Volumenströme der einzelne Heizkörper nicht auf die erforderliche (geplante Heizlast) begrenzt, vollständig geöffnete Thermostatventile führen vorübergehend zu hydraulischen Kurzschlüssen, wodurch in diesen Momenten eine Unterversorgung in anderen Räumen entsteht. Dies wird in der Praxis oft durch zu große Umwälzpumpen kompensiert - wenngleich diese "Lösung" einen erhöhten Hilfsenergiebedarf (Stromverbrauch) und häufig auch starke Fließgeräusche mit sich bringt.


Mit freudlichen Grüßen


Der Gasmann


Dem Gasmann ist nichts hinzuzufügen, sehr gut, aber wer macht das schon ?
Ausser, dass neben dem Abgleich auch eine Wärmebedarfsrechnung und die Druckverluste der Anlage an der Pumpe vorliegen sollten, mit denen man dann leicht den benötigten Massebedarf (Wasserumlauf) ausrechen kann und anhand der Förderkurve der Pumpe ablesenen kann, ob die das druckmäßig schultert.
Die neuen Pumpen mit variabler Drehzahl sind gar nicht mal so übel, weil sie bei geschlossenen Thermostatventilen ihre Leistungsaufnahme verringern.

Diego



Weitere Beiträge zu diesem Thema (41754):