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Re: Problem mit Vaillant ecoCompact VSC 196 in 2 Familienhaus

Geschrieben von Der Gasmann am 09.02.2012, 00:00:16:

Hallo,


ich habe in unserem Zweifamilienhaus eine Vaillant ecoCompact VSC 196 Heizung (Baujahr Heizung: 2007) mit VRC 410s Bedienelement im Kessel.
Das Haus wurde in zwei Abschnitten gebaut. 1. Teil 1937 und der Anbau bzw. 2. Teil 1968. Die Heizung steht im Keller des Anbaus. Gedämmt ist nur die oberste Geschoßdecke. Isolierglasfenster sind vorhanden. Das Problem mit der Heizung ist, dass die Heizkörper in der Wohnung des 1937 gebauten Teils des Hauses nicht warm genug werden. Eingestellt sind 20° C. Die Zimmer werden jedoch nur maximal 15°C warm, obwohl Thermostatventil auf 5 steht. In der zweiten Wohnung (Baujahr 1968) ist alles in Ordnung. Eingestellt ist die Heizung wie folgt: Vorlauftemperatur: 60°C, Heizkurve 1,6, Fußpunkt 20°C, Raumtemperatur ca. 22°, Nachtabsenkung 17° C. Wenn ich die Vorlauftemperatur auf 85° C, Heizkurve auf 2,3 stelle und die Raumtemperatur auf ca. 24°C erhöhe, dann wird es in im Ursprungsbau bei Thermostateinstellung auf 5 gerade mal 19,7°C warm und im Anbau wird es viel zu heiß. Des weiteren ist es eine unnötige Energieverschwendung. Woran kann das liegen, dass die eine Wohnung nicht richtig warm wird?
Die Wohnungen besitzen jeweils eigene Heizungsrohre, die kurz vor der Heizung zusammenlaufen, bzw. auseinander gehen. Es handelt sich durchweg um ein 2 Rohrensystem und vor dem Heizungswechsel gab es keine Probleme mit der Wärme.

Hoffentlich kann mir hier jemand weiterhelfen.
Besten Dank

Markus


Guten Abend

Wurde bei Ihnen ein Hydraulischer Abgleich durchgeführt?
Unter dem Hydraulischen Abgleich von Warmwasserheizungen versteht man Maßnahmen, die dazu führen, dass alle Räume gleichmäßig mit genau der gewünschten Wärmemenge versorgt werden. Je nachdem, ob ein Heizkörper bezogen auf den jeweiligen Raum eher groß dimensioniert ist oder eher klein, benötigt der Heizkörper bei gleicher Vorlauftemperatur einen größeren oder kleineren Volumenstrom. Dies wird beim hydraulischen Abgleich durch unterschiedliche Einstellungen an den Thermostatventilen der einzelnen Heizflächen berücksichtigt. Dazu werden heute standardmäßig sogenannte voreinstellbare Thermostatventile oder Thermostatventile mit angepasstem Durchflusskennwert (angepasste kV-Kegel) eingesetzt.
Der hydraulische Abgleich ist Voraussetzung für die Minimierung des Stromverbrauchs der Umwälzpumpe und der Kosten für Rohrnetz und Armaturen. Jeder Handwerker ist nach der Verdingungsordnung für Bauleistungen (VOB) Teil C verpflichtet Heizungsrohrnetze hydraulisch abzugleichen, ansonsten ist sein Werk unvollständig. Nur in hydraulisch abgeglichenen Anlagen können optimal (d. h. klein) dimensionierte Umwälzpumpen eingesetzt werden. In nicht hydraulisch abgeglichenen Anlagen, werden die Volumenströme der einzelne Heizkörper nicht auf die erforderliche (geplante Heizlast) begrenzt, vollständig geöffnete Thermostatventile führen vorübergehend zu hydraulischen Kurzschlüssen, wodurch in diesen Momenten eine Unterversorgung in anderen Räumen entsteht. Dies wird in der Praxis oft durch zu große Umwälzpumpen kompensiert - wenngleich diese "Lösung" einen erhöhten Hilfsenergiebedarf (Stromverbrauch) und häufig auch starke Fließgeräusche mit sich bringt.


Mit freudlichen Grüßen


Der Gasmann



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